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Psychoanalyse im Diplomstudiengang Psychologie

Innerhalb des öffentlichen Gesundheitswesens gilt die psychoanalytische Behandlungsmethode neben der Verhaltenstherapie als eine der zwei wissenschaftlich anerkannten psychotherapeutischen Verfahren. Das Fach Psychoanalyse ist von daher ein wichtiger Baustein im Diplomstudiengang Psychologie, insbesondere für die angehenden Psychologen und Psychologinnen, die später klinisch arbeiten werden. Aber auch zu anderen Subdisziplinen der Psychologie wie die Emotionspsychologie, Entwicklungspsychologie und Persönlichkeitspsychologie hat die Psychoanalyse wichtige Beiträge zu liefern. In der Forschung des Instituts bestehen enge Bezüge zur Psychologie.

Im Diplomstudiengang Psychologie war Psychoanalyse nach der alten Diplom-Prüfungsordnung eines von acht Hauptfächern in der Diplomprüfung. Im Zuge der Anpassung dieser Diplom-Prüfungsordnung an die Rahmenprüfungsordnung kam es im Fachbereich Psychologie zu einer längeren, teilweise kontroversen Diskussion um den Status des Faches Psychoanalyse im Studiengang Psychologie. Sie führte dazu, dass Psychoanalyse in der ab 7. Juli 1993 geltenden neuen Prüfungsordnung den Status eines Wahlpflichtfachs erhielt. Psychoanalyse kann im Rahmen des Diplomstudiengangs Psychologie außerdem als Zusatzfach studiert werden.

Psychoanalyse als Wahlpflichtfach

Die Einstufung der Psychoanalyse als Wahlpflichtfach hat alle Charakteristika eines Kompromisses. Dies zeigt sich in der jetzigen Prüfungsordnung unter anderem in der engen Verschränkung der beiden Wahlpflichtfächer Psychoanalyse und Psychopathologie. Nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung müssen beide Wahlpflichtfächer studiert, aber nur in einem eine Prüfung abgelegt werden. Im jeweils anderen Wahlpflichtfach muss als Prüfungsäquivalent ein Leistungsschein erworben werden. Da es im Hinblick auf eine spätere Kliniktätigkeit durchaus sinnvoll sein kann, eine Prüfung in Psychopathologie vorzuweisen, entscheiden sich viele Studierenden dafür, im Wahlpflichtfach Psychoanalyse einen Schein zu erwerben, die Prüfung aber im Wahlpflichtfach Psychopathologie abzulegen. Es besteht aber auch die umgekehrte Möglichkeit, sich im Wahlpflichtfach Psychoanalyse prüfen zu lassen. 

Für das Studium des Wahlpflichtfachs Psychoanalyse sind 8 Semesterwochenstunden vorgesehen, die nach der Studienordnung für den Diplomstudiengang Psychologie erst nach dem Vordiplom belegt werden sollen. Nach unserer Erfahrung ist es aber durchaus empfehlenswert, diese Semesterwochenstunden über einen längeren Zeitraum zu verteilen und mit dem Studium der Psychoanalyse schon im Grundstudium zu beginnen.

Anfangs ist der Besuch einer einführenden Veranstaltung sehr zu empfehlen. Weiterführende Vorlesungen, Seminare und Übungen dienen der Vertiefung der erworbenen Grundkenntnisse und können wahlweise belegt werden. In der Regel wird hier vorausgesetzt, dass vorher bereits Grundkenntnisse in Psychoanalyse erworben wurden. Neben den Seminaren zu klinischen Themen sind Studierenden der Psychologie auch praktisch-übende Veranstaltungen (z.B. Supervision von Praktikum) und forschungsorientierte Hauptseminare besonders zu empfehlen.

Im Diplomzeugnis werden die im Rahmen des Studiums erworbenen Kenntnisse in Psychoanalyse nur dann dokumentiert, wenn im Wahlpflichtfach Psychoanalyse auch die Prüfung abgelegt wird. Wer sich in Psychopathologie und Psychoanalyse prüfen lassen will, hat die Möglichkeit, Psychoanalyse als Zusatzfach zu studieren und mit einer Prüfung abschliessen. In diesem Falle erscheint "Psychoanalyse" mit Note im Diplomzeugnis, ohne dass diese Note in die Berechnung des Notendurchschnitts der Diplom-Prüfung einbezogen wird.

Qualifizierungsarbeiten

Empirische Diplomarbeiten in Psychologie können (auf Antrag an den Prüfungsausschuss) extern durch einen Hochschullehrer des Arbeitsbereichs Psychoanalyse betreut werden. Mögliche Diplomarbeitsthemen finden Sie hier.
Psychologen/innen können am Fachbereich promovieren und dabei von Hochschullehrern des Arbeitsbereichs Psychoanalyse betreut werden.

 

geändert am 24. Januar 2008  E-Mail: Webmasterpsychoanalyse@psych.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 24. Januar 2008, 11:32
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb05/psychologie/abteilungen_und_bereiche/psychoanalyse/Studium/erlaeuterungen/diplom.html